Energie

Fakten zur #Energiewende – Wann und wie begann die Energiewende in Deutschland?

Die Energiewende begann in Deutschland bereits vor Inkrafttreten des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) im Jahre 2000. Der Begriff Energiewende wurde bereits 1980 in einem Buch des Öko-Instituts Freiburg geprägt, damals allerdings noch mit Bindestrich (Energie-Wende). 1991 trat in Deutschland das Stromeinspeisegesetz (StromEinspG) in Kraft. Dies war vor allem der beharrlichen und überfraktionellen Initiative des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Scheer zu verdanken. Mit dem StromEinspG wurden die Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus Anlagen zur Nutzung von Erneuerbaren Energien (EE-Anlagen) in ihre Netze aufzunehmen und zu vergüten. Die gesetzlich festgeschriebene Mindestvergütung lag damals unter den tatsächlichen Gestehungskosten. Dieses Gesetz führte auf Grund der nun gesicherten Rahmenbedingungen zu einem langsamen Zuwachs an EE-Anlagen.

Das Ziel des Solarzeitalters formulierte die SPD in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 1998. Mit dem Begriff der fairen Einspeisevergütung und dem Verweis auf das Ziel kostensenkender industrieller Massenproduktion von Anlagen zur Nutzung von Erneuerbaren Energien legte die SPD den Grundstein für das EEG und die darin geregelten degressiven Einspeisetarife. Das EEG hatte damit von Beginn an einen industriepolitischen Ansatz. Dem EEG vorgeschaltet war damals ein „100.000-Dächer-Programm“ mit festen Einspeisetarifen für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen).

Die nach Inkrafttreten des EEG einsetzende Nachfrage in Verbindung mit den stetig sinkenden Einspeisetarifen hatten den gewünschten Effekt: Die industrielle Produktion von EE-Anlagen (Windkraftanlagen, PV-Anlagen, Biogasanlagen) nahm Fahrt auf und die Preise für diese Anlagen sanken. Es entstanden viele neue Arbeitsplätze und Industrie und Handwerk. Heute gibt es mehr als 300.000 Arbeitsplätze in der EE-Branche. (Es waren vor der fahrlässigen Zerstörung der deutschen PV-Industrie durch Schwarzgelb schon deutlich mehr Arbeitsplätze.) Windenergie an Land ist inzwischen die günstigste Technik, Strom zu produzieren und Freiflächen-Photovoltaik ist inzwischen billiger als der Strom aus neuen Atomkraftwerken (AKW). Und die Produktionskosten von Erneuerbaren Energien sinken weiter.

 P.S.: Als Frau Merkel die Energiewende nach Fukushima und nach ihrem Ausstieg aus dem Wiedereinstieg in die Atomenergie entdeckte, lag der Anteil der Erneuerbaren am Strommix in Deutschland bereits bei über 20%. Die von Merkel geführten Bundesregierungen (vor allem das Duo Rösler/Altmeier) haben dann das „Kunststück“ vollbracht, die von allen Stromkunden zu zahlende EEG-Umlage unnötig in die Höhe zu treiben und gleichzeitig die Energiewende auszubremsen.

 

 

 

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