Energie/NeueSPD/SPD

Lösungen anbieten, nicht Einzelmaßnahmen. Perspektiven schaffen, nicht Angst machen.

Seit nunmehr über drei Jahrzehnten warne ich vor Katastrophismus in der Umwelt- und Klimapolitik. Nicht weil ich die katastrophalen Entwicklungen nicht sehe, im Gegenteil: Als Naturwissenschaftler, zumal als Biologe, habe ich Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, die klar auf diese katastrophalen Entwicklungen (globale Erhitzung, Insektensterben, Wüstenwachstum, Versalzung bzw. Degradation der Böden, Süßwasserknappheit, Antibiotikaresistenzen, etc. pp.) hindeute(te)n.
 
Aber die Mehrheit der Menschen möchte (aus für mich verständlichen Gründen) nicht, dass man ihnen Angst macht. Vielen wehren sich gegen diese Angstmache, indem sie die Probleme ignorieren und Parteien wählen, die ihnen bestätigen, dass es diese Probleme nicht gibt.
 
Daher habe ich meiner Partei seit den 90ern immer wieder empfohlen, nicht bei der Angstmacherei mitzumachen, sondern stattdessen Lösungen anzubieten, die auch in anderer Hinsicht überzeugend sind.
 
Die Erneuerbaren Energien sind eine solche Lösung. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien ist mittel- und langfristig kostengünstiger als das Verbrennen von fossilen Energieträgern oder das lebensgefährliche Spiel mit der Atomtechnologie. Ohne Subventionen für fossile und nukleare Energieträger wären die Erneuerbaren schon heute kostengünstiger als diese. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien macht uns unabhängig von konfliktreichen Herkunftsländern und entzieht den Konflikten um Öl, Kohle, Erdgas und Uran gleichzeitig den Treibstoff. Sie ist damit ein aktiver Beitrag zum Frieden. Sie macht die Welt sicherer. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien holt die Wertschöpfung in die Regionen und stärkt damit die ländlichen Räume, sie schafft hochwertige Arbeitsplätze in Produktion, Aufbau, Betrieb, Pflege, Wartung und später auch Abbau und Recycling von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Sie ist im besten Sinn bürgernah und mittelständisch. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien macht unsere Energieversorgung sicherer gegen Störungen von innen, wie von außen. Sie ist in ihrer Wirkung marktwirtschaftlich und wird zu einem fairen Energiemarkt ohne unfaire Oligopolprofite führen. Die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien verringert massiv die Belastung unserer Luft mit Schadstoffen (wie z.B. Quecksilber aus Braunkohlekraftwerken) und rettet damit jedes Jahr tausende Menschenleben. Und last but not least reduziert die dezentrale Nutzung von Erneuerbaren Energien den Ausstoß von CO2 und ist damit die einzige richtige Antwort auf die Klimakatastrophe und die von der Bundesregierung eingegangenen Verpflichtungen zum Klimaschutz.
 
Erneuerbare Energien sind somit im besten Sinn des Begriffes sozialdemokratische Energien. Deshalb steht die Brücke in das solare Energiezeitalter im Grundsatzprogramm der SPD. Deshalb stand das solare Energiezeitalter im Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 1998. Deshalb hat die SPD mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) die Energiewende durchgestartet. Es wäre schön, wenn die zukünftige Parteispitze diese Erkenntnis schon vor der Wahl verinnerlich hat.
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